Angriff auf Amerika!
Der 11. September 2001
Am 11. September 2001 werden die USA von der
größten Terrorkatastrophe der Geschichte heimgesucht:
Insgesamt vier fast gleichzeitig von Selbstmordattentätern entführte Verkehrsmaschinen mit insgesamt
285 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord sowie einer unbekannten Zahl von Terroristen
werden als "Fliegende Bomben" missbraucht. Zwei von ihnen rammen das World Trade Center
in New York
City, das vollständig zerstört wird; eine Maschine rammt das Pentagon in Washington D.C. Die vierte
Maschine gilt zeitweilig als verschollen, stürzt dann aber in der Nähe von Pittsburgh ab, ohne sein
Anschlagsziel erreicht zu haben: Die von den Entführern zu Abschieds-Anrufen aufgeforderten
Passagiere kündigen per Handy ihren Angehörigen an, etwas gegen die Entführer zu unternehmen.
Eine offenbar erfolgreiche Maßnahme, da diese Maschine ihr voraussichtliches Ziel – das Pentagon
oder das Weiße Haus – nicht erreicht hat.
Aus diesen und weiteren Handy-Anrufen aus den drei anderen entführten Maschinen geht hervor, dass
die Entführer mit unglaublicher Brutalität vorgingen; die Piloten wurden vermutlich liquidiert
und die Maschinen jeweils von mindesten einem als Piloten ausgebildeten Entführer gesteuert.
Sofort aufgenommene Ermittlungen und in deren Verlauf gefundene Hinweise führen zu dem internationalen Top-Terroristen Osama bin Laden, der sich in einer Privatfestung in Afghanistan unter dem Schutz der dortigen islamistischen Taliban-Regierung aufhält und bereits als Drahtzieher des Bombenschlags auf das World Trade Center vom Februar 1993 bekannt ist. Offiziell streitet er eine Beteiligung an den Anschlägen vom 11.9.2001 jedoch ab.
11.09.2001
Gegen 8:45 Ortszeit (14:45 MEZ) wird einer der beiden Zwillingstürme des
World Trade Center in New
York City von einem Verkehrsflugzeug im oberen Viertel des Turmes gerammt. Zunächst hält man dies
für einen Unglücksfall. Doch als bereits 18 Minuten später um 9:03
(15:03 MEZ) ein weiteres
Verkehrsflugzeug vom Typ Boeing 757 knapp über der Mitte in den zweiten Zwillingsturm einschlägt,
ist klar, dass es sich hierbei um einen ungeheuren Terroranschlag handelt.
Zu diesem Zeitpunkt halten sich ca. 50.000 Menschen in den Büros der insgesamt 430 Firmen aus 26
Ländern auf, darunter auch Deutsche Firmen wie die Deutsche Bank. Viele Menschen aus den unteren
Stockwerken können sich retten,
für diejenigen, die sich in den obersten Stockwerken aufhalten ist
keine Rettung möglich, einige springen aus Verzweiflung Hunderte von Metern in die Tiefe.
Eine Stunde nach dem Einschlag des ersten Flugzeuges, ca.
9:45 (15:45 MEZ), stürzt der zuletzt
getroffene Zwillingsturm ein, kurz darauf auch der zweite.
Das Wahrzeichen New Yorks und das Symbol
der Wirtschaftsmacht USA existiert nicht mehr!
Fast gleichzeitig, um 9:47 (15:47 MEZ), schlägt eine dritte Verkehrsmaschine vom Typ Boeing 757
im Pentagon, dem amerikanischen Verteidigungsministerium in
Washington D.C. ein!
Wenige Minuten später explodiert vor dem State Department in Washington D.C. eine Autobombe.
Spätestens jetzt ist klar: Es handelt sich um einen generalstabsmäßig geplanten und ausgeführten
Terroranschlag!
Der Süden Manhattans sowie das Pentagon und die unmittelbare Umgebung werden sofort evakuiert.
Die Rettungsmaßnahmen laufen an. Noch ist nicht klar, wie viele Todesopfer die Anschläge gekostet
haben. Vermutungen sprechen von mehreren Tausend allein in New York City.
Der amerikanische Präsident George W. Bush spricht in einer ersten Stellungnahme von einer
"nationalen Tragödie".
Um 10:27 (16:27 MEZ) stürzt aus noch ungeklärter Ursache in der Nähe von Pittsburgh in Pennsylvania
ein viertes Passagierflugzeug – Typ Boeing 757 – ab.
Die Sicherheitsvorkehrungen werden erhöht, das Land in den Ausnahmezustand versetzt. Die Flughäfen
von New York und Washington werden gesperrt, später alle amerikanischen Flughäfen; der gesamte
Flugverkehr kommt zum erliegen und wird vorerst auch nicht mehr aufgenommen. Auch das benachbarte
Kanada sperrt vorläufig seinen Luftraum, ebenso werden alle Grenzübergänge der USA nach Mexiko und
Kanada geschlossen.
11.09.2001
Die USA lassen weltweit die Sicherheitsvorkehrungen für ihre Einrichtungen (Botschaften etc.) verstärken bzw. diese räumen, sofern sie sich in islamischen Ländern befinden. Andere westliche Nationen folgen diesem Beispiel.
FBI und CIA nehmen die Ermittlungen auf. Erste Hinweise deuten auf den internationalen
Top-Terroristen Osama bin Laden hin, der sich in Afghanistan aufhalten soll.
Nachdem die beiden amerikanischen Fluggesellschaften American Airways und
United Airlines
bestätigen, dass sie je zwei Flugzeuge vermissen, steht fest: Alle vier beteiligten
Verkehrsmaschinen wurden entführt. Die zwei in New York City eingeschlagenen Flugzeuge waren von
Boston aus auf dem Weg nach Los Angeles bzw. San Francisco. Die dritte Maschine, die auf das
Pentagon stürzte, wurde unmittelbar nach ihrem Start auf dem Washington International Airport in
Dulles (bei Washington) entführt. Der Aufenthalt der vierten Maschine ist noch unbekannt, die
amerikanische Regierung bereitet vorsorglich den Abschuss vor.
Ein kleines Wunder: In New York City können
zwei Police Officer, die beim Einsturz der
Zwillingstürme des World Trade Centers verschüttet wurden, lebend geborgen werden!
In New York City stürzen weitere zum Komplex des World Trade Centers gehörende Gebäude ein, die
durch den Anschlag selbst, oder die einstürzenden Zwillingstürme beschädigt wurden.
Die Nationalgarde trifft zur Unterstützung und Sicherung der Rettungsmaßnahmen ein.
International wird auf diese Anschläge reagiert. Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder
erklärt, dass die Bundesrepublik Deutschland uneingeschränkt der USA zur Seite stehe. Auch die
anderen NATO-Partner, Russland und sogar China äußern sich solidarisch und bekunden ihre
Anteilnahme. Weltweit werden westliche Einrichtungen stärker geschützt oder geräumt, auch das
NATO-Hauptquartier in Brüssel; Veranstaltungen, z.B. Sportveranstaltungen, die Eröffnungsfeier
der IAA in Frankfurt/M. u.a. werden abgesagt, Flaggen wehen weltweit auf Halbmast.
Reaktionen militärischer Art sind Grenzsicherung (Russland) und allgemeine Vorbereitungen auf
militärische Auseinandersetzungen mit den Schuldigen. Der amerikanisch Präsident George W. Bush
erklärt, man werde den Drahtzieher finden und auf der ganzen Welt ohne Gnade verfolgen und jeden,
der ihm Unterschlupf oder Unterstützung gewährt ohne Unterschied zu ihm behandeln.
In den arabischen Ländern wird dagegen gefeiert, der irakische Staatschef
Saddam Hussein begrüßt
in einer öffentlichen Ansprache die Anschläge auf Amerika und ruft zu Freudenfeiern auf. Obwohl
auch in Palästina gefeiert wird, weisen die dortigen radikal-islamistischen Organisationen jegliche
Beteiligung zurück, PLO-Chef Arafat spricht Präsident Bush sein Bedauern aus.
Israel reagiert auf die Terroranschläge in Amerika mit dem Schließen seiner Grenzen und dem
Einmarsch von Panzerverbänden in die Westbank und andere Palästinensergebiete.
11./12.09.2001
Um 3:00 Ortszeit (0:00 MEZ) wird die Afghanische Hauptstadt Kabul von
Raketen getroffen, die den
Flughafen teilweise zerstören. Die Annahme, es handele sich um einen amerikanischen
Vergeltungsschlag (im Persischen Golf ist ein US-Flugzeugträger stationiert) erweist sich als
falsch. Im Laufe des Tages bekennen sich die oppositionellen Rebellen der Nordallianz in
Afghanistan zu den Angriffen als Reaktion auf die Terroranschläge in Amerika.
Die Afghanische Taliban-Regierung bestreitet erst eine Beteiligung bin Ladens, erklärt dann aber,
dass sie den Kontakt zu ihm abgebrochen habe.
Während der Nacht und in den frühen Morgenstunden des 12. September können sieben weitere Opfer
lebend aus den Trümmern des World Trade Centers in New York geborgen werden: Ein Police Officer
und 6 Firefighter (Feuerwehrleute).
Es besteht Handy-Kontakt zu Überlebenden, die sich vermutlich zum Zeitpunkt des Einsturzes der
Zwillingstürme in den Kellergeschossen bzw. der Tiefgarage aufgehalten haben.
12.09.2001
Noch immer ist unklar, wie viele Todesopfer die Anschläge gefordert haben. In Washington werden im
Laufe des Tages mehr als 80 Tote aus den Trümmern des Pentagon geborgen.
In New York City werden außerdem noch mehr als 250 Feuerwehrleute und mehr als 85 Polizisten
vermisst bzw. unter den Todesopfern vermutet, die sich zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der Twin
Towers des World Trade Centers in unmittelbarer Nähe aufhielten und mit verschüttet wurden.
Die US-Flotte ist mit Flugzeugträgern, Zerstörern und weiteren Kriegsschiffen unterwegs, um den
Hafen von New York City, die Ost- und Westküste sowie die Hawaii-Inseln zu schützen.
Geheimdienstermittlungen ergeben:
Auf dem Flughafen in Boston wird ein Koffer gefunden, der u.a. ein Videoband mit Fluganweisungen
für Jumbo-Jets enthält. Der Koffer wurde offenbar als normales Gepäckstück aufgegeben, dann aber
vergessen worden zu verladen. Der Koffer führt die Ermittlungsbeamten zu einem Mietwagen auf dem
Parkplatz vor dem Bostoner Flughafen, in dem weiteres "Arbeitsmaterial" in arabischer Sprache
gefunden wird.
Außerdem werden anhand der Passagierlisten fünf mutmaßliche Attentäter identifiziert, von denen
einer Pilot ist. Eine weitere Spur führt nach Hamburg in Deutschland. Zwei Männer arabischer
Herkunft aus dem Umfeld bin Ladens, die dort gewohnt haben, sollen sich nach Angaben der
Passagierlisten in einer der beiden Maschinen befunden haben, die in New York eingeschlagen sind.
Einer von ihnen wurde in Florida zum Piloten ausgebildet. Auch dort wird ermittelt und es erfolgen
mehrere Festnahmen. Eine weitere Spur führt nach Kanada.
Alles in allem verdichten sich die Verdachtsmomente gegen Osama bin Laden immer mehr.
Als Reaktion auf die Ermittlungsergebnisse erklärt sich Afghanistan bereit, über eine Auslieferung
bin Ladens zu verhandeln, falls seine Beteiligung an den Anschlägen einwandfrei bewiesen wird.
Nach gründlicher Prüfung erklärt der NATO-Rat in Brüssel, dass die Beistandsklausel (§ 5) des
NATO-Vertrages zutrifft: Hiernach müssen alle NATO-Partner dem Partner, der angegriffen wurde
Hilfe und Beistand leisten, sei es finanziell oder auch militärisch. Die Entscheidungssouveränität
der eigentlichen Gegenmaßnahmen liegt nun bei den USA, die Entscheidungssouveränität über die Art
der Beistandsleistungen bei den jeweiligen NATO-Partnern.
Ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der NATO!
Auch in Europa kommt es zu Zwischenfällen. Mehrere Bombendrohungen sorgen dafür, dass beispielsweise der Eurotower (Messeturm) in Frankfurt/M. sowie der Rhein-Main-Flughafen evakuiert werden.
13.09.2001
Obwohl noch immer Handy-Kontakt mit eingeschlossenen Überlebenden unter den Trümmern des World
Trade Centers besteht, ist kaum damit zu rechnen, dass diese noch lebend geborgen werden können.
Die Bergungsarbeiten gehen nur sehr langsam vor sich, da immer noch Gebäude einstürzen und
herabfallende Trümmerteile die Retter gefährden. Außerdem weiß niemand wie lange es dauert, bis der
über fünf Stockwerke hohe Trümmerberg abgetragen ist.
Nach Auswertung der Handy-Anrufe von Passagieren der entführten Flugzeuge ist der Absturz der bei
Pittsburgh abgestürzten und zuvor in Chicago entführten Maschine offenbar auf einen
Verzweiflungsakt der Passagiere zurückzuführen, die nach Angaben des Passagiers
Jeremy Glick, der
mit seiner Schwiegermutter telefonierte, versuchen wollten, die Terroristen zu überwältigen um
Schlimmeres zu verhindern.
Die USA bereiten sich auf einen militärischen Gegenschlag vor. In Europa – auch in Deutschland –
bereitet man sich auf militärischen Beistand vor.