- 2 -
Doch unmittelbar vor der Landung gab es schon das nächste Problem. Armstrong erkannte, dass die
Landeautomatik auf eher unebenen Grund zusteuerte. Das war für die kleine Landeeinheit zu gefährlich.
Obwohl nur noch Treibstoff für 2 Minuten vorhanden war, griff Armstrong zur Handsteuerung und steuerte
die Fähre ein Stück weiter auf ebenes Gebiet. Und schließlich setzte die
Landeeinheit erfolgreich auf der Mondoberfläche auf.
Der "Adler" war gelandet. Es dauerte sechs Stunden, bis die Astronauten sich auf den Ausstieg
vorbereitet hatten. Am 20. Juli 1969 um 3:56 Uhr (MEZ) war es dann soweit. Neil Armstrong betrat als erster Mensch
den Mond. Die amerikanische Flagge wurde in den Mondboden gepflanzt.

Für die beiden Astronauten musste es ein überwältigendes Gefühl gewesen sein, auf dem Mond zu
stehen und die Erde in weiter Entfernung als kleine blaue Kugel zu sehen. Doch für emotionale
Gefühle blieb wenig Zeit, da das Kontrollzentrum fortgehend wichtige Anweisungen gab.
Fast jeder
Schritt und jede Tätigkeit wurden vorgegeben. Die beiden Astronauten wurden permanent kommandiert
und hatten alle Hände voll zu tun, um den Zeitplan einzuhalten. Der Sauerstoffvorrat würde auch
nicht lange halten. Es wurden einige Instrumente zur Erforschung des Mondes installiert und
Mondgestein eingesammelt. Nach 2 Stunden und 31 Minuten kehrten Armstrong und Aldrin zurück in die
Landefähre. Beinahe wäre Armstrong noch ein fataler Fehler unterlaufen. In der Landefähre befand sich
nämlich nur ein Bordklo. Und da Armstrong am Tage der Landung zum Frühstück Rippchen mit Kraut gegessen
hatte, und zwar mit viel Knoblauch, hatte er, um nicht die gesamte Landefähre einzuräuchern, beschlossen,
sein Geschäft außerhalb der Landefähre zu verrichten. Da Armstrong nur ungern auf Gewohnheiten verzichten konnte,
nahm er den wichtigsten Teil der Bordtoilette mit, vergaß diesen aber nach der Sitzung auf dem Mond. Das
Triebwerk war schon gestartet, als ihm einfiel, dass er das wichtige Utensil hatte liegen lassen. Er lief
zurück um die Toilettebrille zu holen und konnte gerade noch auf die startende Fähre aufspringen, wobei
sich seine Kollegen auch noch einen Scherz erlaubten und Armstrong erst eine halbe Stunde nach dem Abheben
wieder in die Fähre ließen. Das Bild zeigt Armstrong auf dem Rückweg zur Fähre.
Seite 3