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Die Vaterschaft unterliegt einem gesellschaftlichen Wandel, der die patriarchalen Familienstrukturen erodiert,
der Aushandlungsprozesse über veränderte Rollenverständnisse erzwingt, der neue Identitätskonzepte notwendig macht und
in die intime Kommunikationsstruktur der Familie eingreift. Die These des Forschungsprojektes ist es, dass dieser gesellschaftlich
bedingte Umbildungsprozess zu einer wechselseitigen Neubestimmung der sozialen Positionen innerhalb der Familie zwingt,
die mit einer gewandelten Vaterschaft die familiale Sozialisationsfunktion überhaupt neu zu definieren scheint.
Was Väterlichkeit in der Sozialisation ausmacht, ob dies an die Leiblichkeit der Person oder an die traditionelle Familienstruktur
gebunden ist, wird zunehmend fraglich. Mit diesem Wandel wird die zentrale Konstellation familialer Sozialisation, die familiale
Triade Vater-Mutter-Kind, deren Verinnerlichung das innere Grundmuster der Sozialität darstellt, gewissermaßen neu konfiguriert.
Vätertypen differenziert dargestellt werden, soziale und affektive Position in der Familie variieren, wie Tiefeninterviews zeigen.
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