LE TOUQUET

Tournoi de Pentecote

   

 

Der Bremer Hockey Club
in Le Touquet


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LE TOUQUET 2010

Prolog

2 Jahre war ich nicht in Le Touquet 2008 fuhr der BHC nicht nach Le Touquet und 2009 konnte ich aus familiären Gründen nicht mit fahren. Für mich war Le Touquet ohne Olli Michel eigentlich undenkbar und die Vorstellung das er nicht dabeisein würde ließen bei mir Zweifel aufkommen. Wird Le Touquet jetzt leistungsorientiert ? Geben wir dafür unser Gemeinschaftsgefühl auf ? Wird es mir noch Spaß machen ? Auch mein alter Vorstandskollege Peter Knacke wird wohl nicht kommen. Kein Buschi und kein C. K. aus M.. Auf der anderen Seite kommen echte Le Touquet Urgesteine wie Markus K. aus B., oder Benni Boy von der Insel, und auch einige "All Blacks" wie Jan, Icke und Peter H. aus A. die ich dieses Jahr in Bremen beim Tukan Cup nicht sehen werde. Das gibt den Ausschlag und Ludwina will auch wieder Mal einen Kurztrip ins schöne Le Touquet machen. Ich fahre als zum 10. Mal nach Le Touquet.

Freitag der 21.5.2010

Ludwina hatte Nachts Bereitschaftsdienst und kommt gegen 7:30 nach Hause. Noch ein paar Vorbereitungen dann geht es gegen 10:00 auf die Fahrt. Herrlicher Sonnenschein begleitet uns. Nach 3 kalten und regnerischen Wochen eine Wohltat und es soll über Pfingsten schön bleiben. Die Fahrt verläuft in bester Stimmung. Gegen 15:00 fahren wir an Lille vorbei und über Hazebrouck, Blendecques, vorbei an Therouanne, durch Coyecques über Maninghem und Neuville sur Montreuil nach Etaples. 5 Minuten später, gegen 17:00, sind wir in Le Touquet im Hotel Artois in der Rue de Paris angekommen. Dort ist Ludwina über die Größe des Zimmers nicht sehr glücklich, aber da wir dort nur schlafen wollen ist das auch kein wirkliches Problem. Wir gehen an den Strand blicken aufs Meer und machen ein paar Photos. Dann in ein Cafe an der Strandpromenade. Markus ist telefonisch nicht zu erreichen, aber ich bemerke: Ben hat mir eine SMS geschrieben. "Da ist doch Ben" sagt Ludwina und tatsächlich läuft er Richtung Strand. Ich hole ihn und wir trinken gemeinsam Stella Artois, Ludwina Leffe, als Aperitif bzw. Welcome Drink. Anschließend wollen Ludwina und ich Essen gehen. Vorher verabreden wir uns mit Ben gegen 21:30 im Globetrotter. Wir gehen ins Le Coq Hardi. Dort gibt es sonst nie einen Platz, weil gut und billig, aber Freitag ist Anreisetag und wir sind um 19 Uhr auch recht früh. Wir essen beiden Menü für 14 Euro. Hauptgang Moules frites ! Was sonst ? Dazu gibt es Muscadet. Ein sehr schöner Abend und gutes Essen ! Wegen des gestrigen Bereitschaftsdienstes geht Ludwina ins Bett und ich ins Globetrotter. Dort warten schon Gaby, Crissie und Jan Henschen mit Ben auf Mitstreiter. Ich bin dabei. Dann kommen die Jungen im Pulk und ich kann mit Julian "Okal" Abé und Hendrik alte Bekannte begrüßen und lerne Stevie, Paul, Stuckel und Hagen kennen. Die sind schon seit Donnerstag Abend da und haben viel Sonne getankt. Das Kennenlernen nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch und nach langem Gespräch mit Paul, dem Oberliga Torschützenkönig und Spediteur in Spe, geht es nochmal ins Cafe du Sport. Dort erklärt mir Hagen die Essener Sicht der Hockey Welt und Stuckel das der gelernte Verteidiger Hagen sich im CzV als Stürmer vorstellte und dies jetzt auch spielt. Mancher soll auch noch im Le Chatham ( Disko ) gewesen sein. Das ganze dauert doch eine gewisse Zeit und gegen 4:30 bin ich im Hotel. Ludwina hatte früher mit mir gerechnet

Samstag der 22.05.2010

Am Samstagmorgen Cafe im Bett, ich habe unerklärlicherweise Kopfschmerzen, und dann geht es auf den Markt. Ich kaufe einen Gürtel und wir treffen Susanne mit unserer Torfrau Tine. Markus ist nicht dabei kümmert sich um die Zwillinge. Wir verabreden uns für später. Ludwina und ich holen uns eine Baguette, pain au chocolat undeinen chausson au pomme als Brunch. Dann geht es an den Strand und wir geniessen einige Stunden Sonne und Wind. Das erste Spiel ist erst um 16 Uhr. Um 15 Uhr geht es auf das Sportfeld und dort kann ich alle begrüßen die ich bisher noch nicht gesehen habe und zum ersten Mal die beiden neuen Katterbachs bewundern. Ich spiele mich mit Jan und Peter H. ein. Stevie fällt mir durch Verunglimpfungsversuche der französischen Sprache auf und muß sich eine spöttische Bemerkung gefallen lassen. Markus stellt ein paar Fragen und dann die Mannschaft auf. Ich darf als linker Verteidiger beginnen und das wird sich auch im Verlauf des Turnieres nicht mehr ändern. Markus setzt auf erfahrene Spieler in der Defensive. Dort spielt er selbst, Ben, Peter H. auf rechts. Wir alle wechseln mit Jan. Unser Ex-Juniorennationalspieler Lukas K. wird von seinem Vater ins defensive Mittelfeld gestellt. Dort wirbelt der Spieler der Tennisclub Blau Weiß Berlin mit Hagen, Stukel und Okal. Vorn im Sturm Paul auf links, Icke auf rechts. Der Gegner kommt aus Dunkerque (Dünkirchen) und trägt den furchteinflößenden Namen "Rhinos" und spielt mit 2-3 Damen. Wir sind feldüberlegen aber anfällig für Konter. Stuckel bleibt das erste Tor vorbehalten. Ein sehenswerter Schuß vom Schußkreisrand der im rechten oberen Toreck einschlägt und vom holländischen Schiedsrichter gelobt wird. Nach der Halbzeit darf auch Stevie ran und hat ein paar sehenswerte Einlagen zu bieten. Um ihn nicht zu verheizen holen Stuckel und Hendrik ihn vom Platz und wir erklären ihm das er sich seine Energie für das Siegtor im Endspiel bewahren soll. Das Spiel endet 3:1 (noch 2 Treffer für Paul) und wir begiessen den geglückten Start mit Becks.

Es ist Europapokalabend. Das wollen die Jungs natürlich nicht verpassen. Das Globetrotter zeigt beide Endspiele Toulouse - Biaritz im Rugby und Inter - Bayern im Fußball. Also gehen sie da hin. Ludwina und ich sind für den Digestif zu Katterbachs und Heisterkamps auf die Terasse geladen und gehen vorher essen. Wieder ins Le Coq Hardi, Ludwina wieder Moules, ich Fischterrine, Rinderfilet und Käse. Wir gehen am Globetrotter vorbei zum Digestif, Spielstand 1:0 Inter, aber weder Ben noch die übrigen Jungs sind zu sehen. Es ist aber gerappelt voll. In der Rue de Metz gibt es auf der Terasse noch übriggebliebene Garnelen und Sekt, die Kinder werden ins Bett gebracht bzw. die Männer schauen die 2. Halbzeit, und sind in der Mehrzahl zufrieden das Bayern verliert. Ich führe mit Tine Präsidentengespräche. Erfahrungsaustausch von Leidgenossen. Es ist ein kühler Abend, aber ich bin warm angezogen und es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Gaby und Chrissie kommen auf dem Heimweg vorbei und sagen "Gute Nacht". Auch Ludwina und ich sind müde und gehen gegen Mitternacht ins Bett. Morgen warten starke Gegner. Die "Young Guns" feiern die Bayern Niederlage. Ben erzählt am nächsten Tag er hätte auch Barkeeper und Ex Le Touquet Spieler Christophe getroffen und auf alte Zeiten angestoßen.

Sonntag der 23.05.2010

Lange schlafen, Kaffee trinken und dann um 11:30 auf die Anlage. Vor dem Match einschlagen. Unser erster Gegner ist France Pub gegen die wir in meinem Beisein schon mindestens 5-6 mal gespielt, gegen die wir aber noch nie einen Punkt geholt haben.

BHC-France Pub 4:4

Vor dem Spiel schenken sie uns ein T-Shirt (Aufschrift: Un sourire ? ...). Ich hoffe das Lächeln wird Ihnen vergehen. Die Schiedsrichter sind übrigens vom Südafrikanischen Team das später das Finale bestreiten wird. Leider ist es wie immer. France Pub geht in Führung. Aber dieses Jahr sind wir ein besonders starkes Team und postwendend kommt der Gegenschlag. Unser Treffer zum 1:1. Wir sind leicht feldüberlegen,aber das das Spiel wogt hin und her. Schließlich müssen wir noch ein Tor durch 14m hinnehmen. France Pub meckert mit den Schiris und spielt nicklich. Aber wir wissen ja das die Stärke dieses Team eher im Ehrgeiz als in der Sportlichkeit liegt. Wir spielen immer besser und jetzt auch effektiver. Mitte der zweiten Halbzeit steht es 4:2, aber wir müssen kurz vor Schluß noch den Ausgleich hinnehmen. Ein sehr gutes Spiel und zum ersten Mal ein Punkt gegen France Pub.

BHC-HC Valois 6:1

Nach einer Stunde Pause das nächste Spiel gegen HC Valois, die uns auf Nachfrage bei der Begrüßung erklären das sie aus der Picardie kommen. Eine sehr junge Mannschaft technisch recht gut, aber unerfahren und ohne Erfahrung auf Rasen. Sie schießen das erste Tor. Aber dann kommt der Bremer Zug ins Rollen und die Tore fallen wie reife Früchte. Gegen Ende spielen auch Peter H. und ich einige Minuten im Sturm. Lukas schont sich für das Spiel gegen Wassenaar.

Durch das Unentschieden gegen France Pub die von HGC Wassenaar geschlagen wurden kommt es zu einer Art Endspiel um den Einzug in das Finale mit den Niederländern. Unsere Frauen können dabei leider nicht zuschauen. Da kein Lokal in Le Touquet eine Reservierung von ca. 22 Leuten entgegennimmt werden wir unser Mannschaftsessen bei Heisterkamps auf der Terasse einnehmen. Marcia, Gaby, Chrissie, Andrea, Susanne und Ludwina sind also einkaufen und oder bereiten den Abend vor.

BHC - HGC Wassenaar 3:4

Nur ein Spieler der Puritans kommt zum Pfeifen. Er soll später noch mehrfach im Mittelpunkt stehen. Schließlich findet sich noch ein zweiter Schiri. Bei Wassenaar spielen ein paar Mann aus dem südafrikanischen Team mit. Entwicklungshilfe auf Burenart ? Ein Unentschieden reicht uns ja nicht zum Einzug ins Finale des "Tournoi Majeur". Wir müssen gewinnen. Und wir gehen früh in Führung. Paul war es glaube ich der das 1:0 macht. In der Abwehr sind wir nicht ganz so stark besetzt und Markus hat Lukas zur Absicherung zum Libero gemacht. Ein kluger Schachzug trotzdem ist unsere Abwehr bei einem Konter in Unterzahl und ich verlasse meinen Gegenspieler um den Ballführenden anzugreifen. Der passt zu meinem nun freistehenden Gegenspieler und es steht 1:1. Es fallen auf beiden Seiten je ein weiterer Treffer. Lukas macht richtig Alarm und den Gegnern gelingt es nur mit der Hilfe der Schiedsrichter Gegentore zu verhindern. So als Lukas in der Abwehr losläuft, 4 Gegner ausspielt und im gegnerischen Schußkreis nur durch den Halbzeitpfiff gestoppt wird. Da ist auch Wassenaar erstaunt.

Es geht also mit 2:2 in die Pause und bald erzielen wir den Treffer zum 3:2. In der weiter ausgeglichen und intensiv geführte Partie verpassen wir nach Riesenparade des HGC Goalie den Treffer zum 4:2. Kurz vor Schluß hat der Schiri seinen 2. ganz großen Auftritt. Erst Foul am Kreisrand dann umgewandelt in 14m, wofür hat keiner so genau gesehen ( oder könnt ihr mich nachträglich aufklären ? ). Der wird zum 3:3 verwandelt. Da wir gewinnen müssen machen wir nochmal auf und kassieren prompt ein letztes Gegentor. Es war ein tolles Spiel und das die Schiedsrichter nicht so gut waren wie die Spieler auf dem Platz sei ihnen verziehen. Das ist zumindest Markus Meinung...oder Markus ?

Dann duschen und ab geht es zu Heisterkamps wo einer von Andreas ca 10 jährigen Mitbringseln (Julian ?) Peters kleine Tochter mit Seifenblasen unterhält. Wir halten uns an den Aperitif und holen bei Katterbachs Stühle von der Terasse. Dann trudeln auch die "Young Guns" ein und halten eine kurze Dankesrede, die ich mit einer längeren beantworte. Peter beschließt die Tischreden kurz und knapp mit: "Ich sage mal, es ist uns schon mal schlechter gegangen". Das ist wohl war denn jetzt geht es los mit Salat, Garnelen, Hühnerbrust und Pasta. Ben hat unter anderem einen exellenten Cote du Rhone mitgebracht und auch die sonstigen Getränke lassen nichts zu wünschen übrig. Es wird ein sehr schöner Abend, der für die Young Guns länger dauert als für den Rest von uns. Sie ziehen nochmal in die Stadt..

Montag der 24.05.2010

Auf dem Hockeyplatz treffen wir gegen ca. 11 Uhr ein und begrüßen erst mal die Silberbraut Gaby mit Glückwünschen. Hagen sieht sehr entspannt aus. Freizeitlook ist angesagt und spielen will er auch nicht. Liegt das etwa an der langen Nacht ? Wir begrüßen die Mannschaft aus St. Malo und sind uns mit Ihnen einig das wir uns ja eigentlich im Finale hätten begegnen müssen. Royal Daring muß Schiedsrichter stellen hat aber Personalprobleme. Hagen übernimmt einen der beiden Schiri Jobs. Wir sind feldüberlegen das Spiel geht hin und her. Beim Stand von 2:1 für St. Malo kommt ein langer Ball in den Schußkreis und geht in das bretonische Tor. Die Frage ist: War Paul noch dran ? Hagen pfeift Abschlag und gibt den Treffer erst nachdem ein französischer Spieler die Ballberührung bestätigt. Das ist nur ein Beispiel für das von St. Malo gepflegte Fair Play. Das Spiel fand in einer sehr schönen sportlichen Atmosphäre statt und hatte noch dazu ein ordentliches spielerisches Niveau. Am Ende steht es 4:2 für Bremen, wir verabschieden uns herzlich vom Gegner.

Dann wird dem Silberhochzeitspaar vom Team eine Flasche Champagner überreicht und es werden einige Dankesworte gesprochen. Dann wird sich verabschiedet, geduscht und wieder verabschiedet und die meisten von uns machen sich auf den Weg nach Hause. Nur Katterbachs und Silberbrautpaar Henschen bleiben noch da um die "Trophäe" für den 3. Platz abzuholen und dem Veranstalter ein Faß Beck`s zu überreichen.

Nachlese

Peter Heisterkamp bleiben die Schlußworte überlassen. Er schreibt:

Marcia, Clara und ich haben das Wochenende mit Euch sehr genossen.

Danke an Jan und Gaby für die super Betreuung und das Hochzeitstagmenü.
Danke an Markus für die Organisation.
Danke an die Jungs für das schöne Hockey, den Ballantines (Aua) und die Bier- Restbestände in unserem Kühlschrank.
Danke an Tine für die Verwöhnung mit Aperol.
Danke an Ben „the german tank“ für die Wiederbelebung deutscher Tugenden auf dem Hockeyplatz
Danke an Eric für die Rückholung etlicher verschlagener Bälle beim Aufwärmtraining.
Danke an Icke für meine neue Mütze.

Wir kommen wieder!!

Liebe Grüße

Peter

Ich habe noch ein Suchbild für euch. Findet den Spieler aus unserer Mannschaft der in die erste Bundesliga aufgestiegen ist. Ihm Glückwunsch dazu !

(Bericht von Eric Belly)