
LE
TOUQUET 2011
Vorbereitung:
Erhöhte Anforderungen
an Kapitän Markus Katterbach. Dieses Jahr fahren die Söhne (Hendrik Henschen
und Lukas Katterbach )und deren Freunde nicht mit. Es müssen also noch
Mitspieler gefunden werden. Oli Michel, Christian Busch und Peter Knacke
sind dieses Jahr leider nicht dabei. Kurz vor Turnierbeginn steht der
Erfolg unser aller Bemühungen fest. Ben Husbands bringt 2 Spieler aus
Amersham mit, Torfrau Tine kommt mit Ramona aus Hannover, aus Wiesbaden
kommt Michael zum ersten Mal seit 2001 wieder mit, und Thomas von den
Tukans sowie Niels aus Oldenburg sind zum ersten Mal dabei. Schließlich
sind wir 14 Spieler bevor uns am Donnerstag die Botschaft erreicht das
Tissie sich an der Hand verletzt hat, aber als Teamchef mitkommt.
Fahrt : Freitag um
12:30 Start in Wiesbaden. Zu spät denn: Regen, Unfälle und Stau zwischen
Namur und Charleroi. Wir sind 9 Stunden unterwegs statt sonst7. Aber 100
Km vom Meer kommt die Sonne raus. Wir treffen Michael und Angelika vor
unseren Hotel. Die waren im gleichen Stau und haben noch länger gebraucht.
Wir beziehen unsere Zimmer im coté mer und gehen mit den beiden
ins Globetrotter: Ben hat sich schon per SMS angekündigt und im Restaurant
nebenan sitzen Gabi und Jan. Bald kommt Ben und stellt uns Dan und Doug
vor. Dan spricht wie Ben hervorragend Deutsch und wir trinken alle ein
paar Kennenlern Drinks. Später macht Niels noch einen kurzen Vorstellungsbesuch
und auf einmal sind fast alle da Peter H. und Icke, Ramona und Tine.
Samstag: Wir stehen
früh auf. Um 10:00 ist das erste Spiel. Ich bin als einer der ersten vor
Ort und werde von TAC Präsident Eric Choteau informiert, daß unser Spiel
auf 20:00 verlegt wurde da Royal Merlo so früh nicht antreten konnte.
Das hätte vor allem Christoph sicher gerne vorher gewusst, der um Mitternacht
aus München losfuhr um Punkt 10:00 auf dem Platz zu stehen. Nach und nach
trifft der Rest der Mannschaft ein und wir beschließen uns um 17:00 wieder
zu treffen. Die Sonne scheint also kann man an den Strand gehen. Manche
zieht es vorher auf den Markt. Dort treffen wir Michael und Angelika,
später sehen wir Tissie, Peter und Niels mit Kind und Kegel beim Drachensteigen
und knallen uns selbst noch ein wenig in die Sonne. Gegen 17:00 sind wir
alle wieder im „Stade Ferdi Petit“ und können dort unseren soeben eingetroffenen
Kapitän Markus begrüßen.

12.6.2011 18:00 Platz
3 (Leichtathletikstadion) BHC (Bremen Cruisers): France Pub 0:3
Endlich geht es los.
Wir haben eine Aufstellung gefunden. Tine im Tor, Jan rechts hinten, Markus
und Ben Innenverteidigung, Niels links hinten, Christoph, Peter, Dan und
Doug im Mittelfeld und Michael und Ramona im Sturm. France Pub ist nicht
ganz so zwingend wie sonst aber klar überlegen. Bei uns fällt auf das
einige keinen Ball stoppen und so vielversprechende Kontermöglichkeiten
vergeben werden. Könnte an mangelnder Übung auf dem Naturrasen liegen.
Bei Doug und Dan kein Wunder denn die kennen bisher nur Kunstrasen. Insgesamt
erspielen wir uns 2 Penalty Corner . Ich schieße den ersten aber zu mittig
und der Torwart hält, und auch der zweite wird vergeben. France Pub verwandelt
einen ihrer Penalty Corner und wir kassieren schließlich 3 Tore. Das war
in der Vergangenheit schon schlimmer (1:5 im Mineur Finale 2006 oder auch
mal 0:6) aber da wir im Sturm wenig gefährlich sind ist es ein klarer
Sieg für France Pub. Eine Stunde Pause ein paar Korrekturen in der Aufstellung
dann steht das nächste Spiel an.

12.6.2011 20:00 Platz
1 (Kunstrasen) BHC (Bremen Cruisers): Royal Merlo 1:4 (1:2)
Wir spielen zur Freude
Aller, besonders aber von Dan und Doug, auf Kunstrasen. Sehr schnell zeigt
sich das der Gegner, eine junge Mannschaft aus Belgien, hier aber ihr
Spiel besonders gut zur Geltung bringt. Wir stehen unter Dauerdruck. Unser
System 4-3-3. Markus und Christoph bilden jetzt die Innenverteidigung
und Ben ist ins Mittelfeld gerückt. Der Sturm Eric-Ramona-Peter wobei
Peter auf rechts eher hängt und ich immer weit mit zurück gehe. Der Lohn
für unsere Abwehrarbeit ist ein von den Young Guns (Doug und Dan) schnell
und präzise gespielter Konter den Moni zum 1:0 verwertet. Die Freude währt
nur kurz den nur wenig später steht es 1:1. Allerdings durchaus verdient
denn die Belgier kommen immer wieder gefährlich in unseren Schußkreis.
Ben im zentralen Mittelfeld wird oft mit 2-3 Spielern zugestellt so daß
er kaum dazu kommt die Bälle zu verteilen. Schließlich gehen wir mit einem
1:2 in die Pause. Kleinere Umstellungen. Thomas übernimmt die rechte Verteidigerposition
von Jan und ich gehe auf Wunsch des Kapitäns ins linke Mittelfeld zu einer
Systemänderung auf 4-4-2. Ich finde wir spielen nicht schlecht aber der
Gegner hat mindestens gutes Oberliga Niveau. Wir machen ein sehr gutes
Spiel in der Defensive kommen aber selten gefährlich vor das Tor von Merlo.
Die bekommen einen, auch in ihren Augen, unberechtigten Penalty Corner
der sehenswert im oberen linken Toreck einschlägt. Irgendwann erhöhen
Sie nochmals auf 4:1 bevor um 21:00 abgepfiffen wird. Ein wirklich gutes
Hockeyspiel gegen den späteren Turniersieger gegen den ich lieber auf
Naturrasen gespielt hätte.
Als kleine Belohnung
für die Spielverlegung spendiert Eric Choteau eine Runde Bier und einige
von uns sind noch bis nach 22:00 auf dem Platz. Ich hingegen fahre schnell
zum Duschen ins Hotel um mit Angelika, Ludwina und Michael anschließend
schnell Essen zu gehen. Es ist kalt ca. 12 Grad, jedes Restaurant ist
voll und wir sind am Ende froh im La Chope einen Platz drinnen zu finden.
Ludwina und ich essen Muscheln und wir überlegen das hier genug Platz
ist um am nächsten Abend unseren Mannschaftsabend dort zu verbringen.
Anschließend geht es ins Globetrotter auf ein paar Bier und Sauvignon
blanc. Die Young Guns, Ben und Moni besuchen noch eine Diskothek.
Sonntag 13:06.2011
Wir stehen früh auf denn das erste Spiel ist um 11:00. Kaffee im Bett
und dann auf den Platz. Angeblich waren die Diskothekenbesucher schon
um 3:00 wieder draußen sind also ausgeschlafen. Moni schlägt vor sie wieder
auf ihrer angestammten Position in der Verteidigung spielen zu lassen.
Die Aufstellung :
Tine
Ramona, Christoph, Markus, Niels
Daniel, Ben, Douglas
Peter, Jan, Michael
13.06.2011 11:00 Platz
3 (Leichtathletikstadion) BHC (Bremen Cruisers) - HGC Wassenaar 0:1 (0:0)
Die eher kräftig
gebauten „Gazellen“ (Teil des Clubnamen) haben in diesem Jahr die EuroHockeyLeague
gewonnen. Zum Glück scheint nicht die erste Mannschaft gekommen zu sein.
Jedenfalls halten wir uns recht wacker. Niels war schon gestern der beste
Abwehrspieler, Moni ist eine Bank als rechter Verteidiger und belebt das
Spiel nach vorn. Wassenaar ist uns nur leicht überlegen und das Spiel
ist ausgeglichen. Leider bekommen wir im Sturm keinen Ball gestoppt. Dummerweise
verletzt sich Niels im Aduktorenbereich. Damit fällt ein wichtiger Spieler
aus. Das können wir durch Thomas kompensieren aber auch heute fehlt im
Angriff die Durchschlagskraft obwohl wir ab und zu in den gegnerischen
Schußkreis kommen. Peter Heisterkamp fällt. Ein Ball traf ihn am Knie.
Aber er kann zum Glück weiter spielen. Als wir uns langsam auf den ersten
Punkt einstellen bekommen wir doch noch einen Treffer. Bei einem Konter
kann der Ball zwar mehrmals abgewehrt werden, fällt aber am Ende dem blonden
Mittelstürmer vor die Füße der ihn nur über die Linie schiebt. Glücklich
aber nicht unverdient. Kurz darauf ist Schluß.
13.06.2011 13:00 (Leichtathletikstadion)
BHC (Bremen Cruisers) - TAC 1:3 (0:2)
Eigentlich sollten
wir gegen East Devon HC spielen aber die sind leider nicht gekommen. Statt
dessen spielen wir gegen eine Auswahl des Gastgebers TAC, angetreten mit
unserem Mitspieler früherer Jahre ,Sebastien Renaud, und dem einen oder
anderen Erstligaspieler des TAC. Spielerisch das beste was wir auf diesem
Turnier als Gegner vorgesetzt bekommen, viele junge technisch starke Spieler.
Dauerdruck und das erste Tor fällt nach wenigen Minuten. Ich befürchte
ein Debakel, aber irgendwie halten wir dagegen. Niels kann leider nicht
mehr spielen Thomas nimmt seinen Platz links hinten ein und deckt mit
mir die rechte Angriffsseite des Gegners zu. Das gelingt immer besser.
Ben ist wieder in der Abwehr. Doug dafür im zentralen Mittelfeld und macht
ein tolles Spiel. Immer anspielbar gelingt ihm zwar nicht jeder Pass aber
er sorgt immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Mit 2:0 gehen
wir in die Pause. TAC wird in der 2. Hälfte schwächer und ich glaube an
die Wende. Dann leider das 3:0 für den Le Touquet Athletic Club. Bei einem
unserer Angriffe kann Peter H. mit der Rückhand und dem Rücken zum Tor
den Ball zum 3:1 über die Linie schlenzen. Aber unsere Schlußoffensive
bringt leider nichts mehr ein.
Ich fahre kurz ins
la Chope und reserviere für die Mannschaft 25 Plätze für 18:30. Zurück
auf dem Platz werden wir von Peter zum Aperitif eingeladen. Ich werde
von Eric Choteau gefragt ob wir lieber um 9:00 auf Kunstrasen oder um
12:00 auf Naturrasen spielen wollen. Ich entscheide mich für die spätere
Uhrzeit. Immer wieder sehr nett auf Heisterkamps Terrasse. Die Zeit vergeht
im Fluge und es geht gleich anschließend ins la Chope. Dort sind wir über
3 Tische verteilt , aber bei ca.25 Personen ist es wohl kaum anders möglich.
Moules frites, Welsch, Omlett oder Rinderhüftsteack sind eine Auswahl
der bestellten Gerichte. Keine Gourmetküche aber handwerklich gut und
der Service ist bestens. Die Tischgespräche kreisen um die verschiedensten
interessanten Themen, aber ich bin meist mit Übersetzen und organisatorische
Fragen beantworten beschäftigt. Anschließend geht es nochmals ins Globetrotter.
Ein paar Drinks und es ist schon wieder nach Mitternacht.
Am nächsten Morgen
ist der Himmel eher grau. Kaffee trinken, packen, eine L`equipe und eine
Baguette kaufen, das Hotel bezahlen und zum Platz. Noch ein schnelles
Sandwich mit Roastbeef und los geht’s.

14.06.2011 12:00 Platz
2 (Fußballstadion) BHC (Bremen Cruisers) - Mucha United (Pariser Region)
1:1 (0:0)
Vor dem Spiel mache
ich das Team Sutton Valence darauf aufmerksam das sie unser Spiel pfeifen
müssen. Ich glaube sonst hätten sie sich verdrückt. Niels wird auch heute
nicht spielen können. Sind es die Aduktoren? Mucha United, wie ich auf
dem Platz erfahre eine Reisemannschaft aus der Pariser Region, hat noch
2 Engländer gefunden die sie vollzählig machen. Ansonsten haben sie, wie
wir ja auch, 2 spielstarke Damen dabei. Eine ausgeglichene Partie beginnt
in der beide Mannschaften immer wieder vor das gegnerische Tor kommen
aber die letzte Präzision beim Abschluß fehlt. Markus spielt im rechten
Mittelfeld und kann hier seine überlegene Technik im Zusammenspiel mit
Moni zur Geltung bringen. Endlich können sich auch unsere Stürmer das
eine oder andere Mal in Szene setzen. Auch Penalty Corner gibt es auf
beiden Seiten. Ohne Ergebnis. Mit 0:0 werden die Seiten gewechselt und
der schwächere Schiri geht um die Fähre zu bekommen. Sein Ersatz ist wesentlich
entscheidungsfreudiger. Wir sind leicht überlegen aber Mucha ist bei Kontern
immer gefährlich. So fällt auch das 1:0 als der eine der beiden Mucha
Leihengländer den herrenlosen Ball über die Linie drückt. Deja vu. Wir
antworten mit wütenden Angriffen und unsere Chancen werden immer zwingender.
Kurz vor Schluß erhalten wir noch einen Penalty Corner. Der Torwart währt
ab doch Christoph kann den Ball im Nachschuß versenken. Erregte Proteste
von Mucha denn Christoph ist zu früh losgelaufen. Der Schiri hat das aber
nicht gesehen und gibt den Treffer. Jetzt versuchen wir auch noch zu gewinnen.
Der Torwart wehrt meinen Schuß ab, ich bekomme den Balll zurück und spiele
ihn auf den heranstürmenden Michael .Dessen Torschuß wird vom Fuß eines
Gegners gestoppt also Penalty Corner. Aber der Schiedsrichter sieht es
nicht oder steht noch unter dem Einfluß der Proteste. Er gibt Freischlag
für Mucha und das Spiel ist kurz darauf vorbei.
Das Unentschieden
scheint durchaus gerecht. Handshakes mit dem Gegner und ein paar Biere.
Abschiedsstimmung. Dan sagt er wird nie wieder auf Naturrasen spielen.
Es geht Duschen und für die Meisten direkt nach Hause. Ich kaufe noch
ein paar Sandwiches für die Fahrt. Einige schauen sich das erste Endspiel
an und Christoph und Markus besprechen mit Eric Choteau mögliche Teilnahmen
an Seniorenturnieren. Markus und der ein oder andere bleiben noch einen
Tag und fahren erst am Dienstag entspannt zurück.
(Bericht von Eric
Belly)
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